Die Entscheidung im Wettbewerb „Nord-Süd-Achse“ steht

Mi, 20/07/2016 - 14:44 -- Sören Schäfer
Das Preisgericht hat entschieden: den städtebaulichen Wettbewerb zur „Nord-Süd-Achse“ gewinnt das Team Hosoya Schaefer Architects mit dem Landschaftsplanungsbüro AGENCE TER. Damit liegen die Einschätzungen des Preisgerichts und der Bürgerinnen und Bürger nah bei einander: Der Entwurf war insgesamt auch in der öffentlichen Abschlusspäsentation überwiegend positiv diskutiert worden (s. Protokoll der Abschlusspräsentation unten). Die Planungen sehen ca. 2.200 Wohneinheiten und 51.000 m² Grünfläche vor. Das Beteiligungsverfahren sei „extrem hilfreich“ gewesen, so das Team Hosoya Schaefer bei der Vorstellung ihres Entwurfs vor Pressevertreterinnen und –Vertretern.
 
  1. Platz: Hosoya Schäfer Architects mit AGENCE TER
  2. Platz: West 8 Urban Design & Landscape Architecture B.V.
  3. Platz: SMAQ – architecture urbanism research mit MAN MADE LAND
 
„Das geht nur dank der intensiven Beteiligung der Wilhelmsburger Bürgerinnen und Bürger“
 
Frau Dr. Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, sieht in den Planungen eine Verstetigung der positiven Entwicklung Wilhelmsburg. Hier werden „gemischte Stadtquartiere mit hoher Lebensqualität“ geschaffen. Wohnen, Gewerbe und Stadtgrün in schönen Wasserlagen seien  vorbildlich vereint. „Das geht nur dank der intensiven Beteiligung der Wilhelmsburger Bürgerinnen und Bürger. Mit ihren Ideen, Anregungen und Kenntnissen haben die Menschen vor Ort viel dazu beigetragen, dass sich die Elbinsel ausgezeichnet entwickeln wird.“
 
Eine Grundstruktur auf die sich aufbauen lässt
 
Herr Walter, Oberbaudirektor, erklärt die Juryentscheidung vor allem damit, dass der Entwurf eine „klare, gut geordnete Grundstruktur“ liefere. Zu den Stärken zähle die klug gewählte Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen in den Bereichen, die an das Industriegebiet Jaffestraße grenzen – mit Wohnmöglichkeiten zur „schönen Seite“ hin. Die Kombination von Wohnen, Gewerbe und Freiflächen sei eine Besonderheit Wilhelmsburgs und könne auf lange Sicht ein Vorbild für Hamburg sein. Der Entwurf erhalte viele Grünbereiche entlang der alten Reichstraße und kombiniere die Überlegungen mit einer klugen Verkehrsführung. Außerdem werde eine gute Gliederung durch die geplanten Grünzüge geschaffen – mit verschiedenen „Mikroorten“ im Quartier wie dem zentralen Quartiersplatz in Verlängerung der Mannesallee.
Auch die anderen Entwürfe hätten teilweise gute Ideen geliefert – das zeigten auch die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger im Perspektiven!-Prozess. Hier gelte es nun zu überlegen, wie diese Elemente in den nächsten Schritten mitgenommen werden können.
 
Vergabe der Grundstücke voraussichtlich ab 2019
 
Auf Grundlage des Entwurfs von Hosoya Schaefer und AGENCE TER wird nun ein sogenannter „Funktionsplan“ entwickelt. Darauf aufbauend dann der Bebauungsplan. Mit der Vergabe der Grundstücke könne voraussichtlich in zwei Jahren begonnen werden, so die IBA Hamburg GmbH, wenn die alte Trasse der Reichsstraße nicht mehr befahren wird. 
 
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